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Quartiere | 09.02.2017

Architekturwettbewerb entschieden

Stadtquartier der Zukunft

Frankfurt, 09.02.2016

Der Gewinner des Architekturwettbewerbs zur Neugestaltung des ehemaligen Deutsche-Bank-Areals steht fest: UNStudio aus Amsterdam überzeugte einstimmig das achtköpfige Preisgericht, bestehend aus Vertretern der Stadt, Architektur- und Städtebauexperten und der Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH. Zwei dritte Preise gingen jeweils an die Bewerbergemeinschaften Dudler/Jahn und Meixner Schlüter Wendt/Snohetta, eine Anerkennung erhielt der Entwurf von Christoph Mäckler/CoopHimmelblau.

Insgesamt nahmen fünfzehn nationale und internationale Architekturbüros an dem Wettbewerb teil. Darunter befanden sich sowohl einzelne Büros als auch einige Bewerbergemeinschaften, so dass sich das Teilnehmerfeld aus elf Bewerbern zusammensetzte. Die Herausforderung lag darin, ein gemischt-genutztes, urbanes Stadtquartier aus vier Hochhäusern und einem mehrgeschossigen, verbindenden Sockelgebäude im Herzen der Frankfurter City zu gestalten – ein neuer Anziehungspunkt für die Menschen in der Mainmetropole. Einzelhandel, Gastronomie und Hotels gehören ebenso dazu wie ein umfangreiches Wohnangebot, in das auch 8.000 m² Geschossfläche nach den Förderprogrammen der Stadt Frankfurt am Main und des Landes Hessen integriert werden. Die Frankfurter Skyline wird mit den vier, bis zu 228 Meter hohen Türmen, neu definiert werden.

Der Siegerentwurf von UNStudio überzeugte die Jury vor allem durch die Vielfalt der attraktiven Kubatur, die Ensemblewirkung der vier Türme sowie die räumliche Qualität, die sich auch durch die Integration der denkmalgeschützten Gebäude in der Junghofstraße zeigt. Die konsequente Öffnung des Stadtquartiers gewährleistet eine neue Vernetzung der Innenstadtwege zwischen Bankenviertel, Rossmarkt, Kaiserplatz und den Einkaufslagen der Goethestraße bis zur Alten Oper.

„Ich freue mich, dass mit den vier Türmen ein neuer, pulsierender Ort im Herzen der Frankfurter City entsteht. Das Projekt bietet die Chance, Frankfurts Attraktivität als interessante und lebenswerte Stadt auf internationalem Niveau zu steigern und damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung unserer Stadt zu leisten. Den Entwurf von UNStudio bewerten wir als sehr gelungen, denn die vier Türme bereichern die Skyline nicht nur architektonisch, sondern auch als öffentlicher Anziehungspunkt“, so Jürgen Groß, geschäftsführender Gesellschafter von Groß & Partner.

Mit dem Quartier schafft Groß & Partner neuen, öffentlichen Raum an einem Standort der Innenstadt, der über 45 Jahre nicht mehr allgemein zugänglich war. Mindestens 3.000 Menschen sollen in dem neuen Quartier arbeiten, etwa 1.000 Menschen dort wohnen. Auf dem Areal werden neben Wohnungen und Büros auch Gastronomie, Einzelhandel, Hotels, Geschäfte für die Nahversorgung, eine Kindertagesstätte und Erlebnisflächen entstehen.

Stadtrat Mike Josef zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis des Wettbewerbs: „Das Projekt hat eine Vorreiterrolle beim Wandel des Frankfurter Bankenviertels hin zu einem durchmischten Quartier. Mit der Neugestaltung des Areals entsteht eine größere Nutzungsmischung, ein neuer Platz, eine öffentlich begehbare Dachfläche und auch bezahlbarer Wohnraum. Das bisher abgeschottete Gelände in zentraler Lage wird für die Öffentlichkeit zugänglich. Hier entsteht ein lebendiges Quartier, in dem nicht nur gearbeitet wird, sondern auch jedermann wohnen kann.“

Die Beiträge aller Architekten werden vom 04. März bis 18. März öffentlich in der Junghofstraße 11 auf dem ehemaligen Deutsche-Bank-Areal ausgestellt. Der Startschuss für den Bau des neuen Quartiers wird im Laufe des Jahres erwartet, die Nutzung der ersten Gebäude ist für 2021 avisiert.
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